Freitag, 19. September 2008

Filmfestival

Hola chicos!
Gestern wurde das 56. Internationale Film Festival von San Sebastián eröffnet (http://www.sansebastianfestival.com/in/index.php) eröffnet. Hauptschauplatz ist der Kursaal, ein großes Veranstaltungsgebäude nur 300 m von meiner Wohnung entfernt. Das Festival dauert die ganze Woche und man kann jeden Tag viele Premieren v.a. spanischsprachiger Filme in ausgewählten Kinos in der ganzen Stadt sehen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und werde mir am Sonntag mit einigen Freunden den Film "La Vida Loca" (Das verückte Leben ;-)) ansehen.



Großer Star der Veranstaltung ist neben zahlreichen Schauspielern und Regiseuren aus Spanien und Lateinamerika, aber auch aus den USA, Antonio Banderas. Eröffnungsfilm war "The Other Man" mit Antonio Banderas und Liam Neeson.

Kursaal mit Schaulustigen, kurz vor der Eröffnung der Awards


Da sich das Spektakel ja praktisch vor meiner Haustüre abspielt, musste ich natürlich auch mal hingehen und mich in die kreischende Menschenmasse stürzen um mir das ganze Treiben aus der Nähe anzusehen.
Ich hatte Glück nach nur 1/2 Stunde und einigen für mich unbekannten Stars und Sternchen konnte ich ein Foto vom Hauptprotagonisten, Antonio Banderas erhaschen.

Antonio Banderas mit Begleitung am roten Teppich vor der Donostia Award Ceremony

Durch das Filmfestival ist hier in der Stadt momentan die Hölle los - viele Stars und noch viel mehr Schaulustige belagern die Umgebung um das Kursaalgebäude. Natürlich wird das ganze auch im Fernsehen live übertragen *gg* - dementsprschend viele Kamarateams und Livereporter sind auch unterwegs.


Mittwoch, 10. September 2008

Wohnung

Nach längerer Zeit melde ich mal wieder - diesmal aus meiner Wohnung.

Die letzten Tage hatte ich immer viel zu tun: Am Vormittag Intensivsprachkurs, am Nachmittag Surfkurs und am Abend manchmal salir a fiesta. Und wenn dazwischen noch Zeit blieb auch ein wenig spanische Grammatik und Vokabeln lernen.

Wohnungssuche auf spanisch:
Normalerweise hängen an der Uni überall Flugblätter auf denen oft nicht mehr geschrieben steht als:
Das bedeutet dann soviel wie:
Zimmer in einer WG zu vermieten, 2 Bäder, Wohnzimmer, Küche, Heizung, WLAN. 1/2 min zum Strand. 350€ mit Nebenkosten.

Wenn man dann dort anruft um zu erfragen, ob die WG noch frei ist (das ganze natürlich auf spanisch - englisch können hier nur Wenige), bekommt man meist eine Antwort, wo man als Sprachanfänger keine Chance hat auch nur irgendwas zu verstehen. Nach längerem hartnäckigem Nachfragen und mit etwas Übung kann man dann oftmals doch irgendwie die Worte: El piso ya está ocupado aus dem Geschwafel rausfiltern, was soviel bedeutet wie: Die WG ist bereits voll. Und dann beginnte die Suche eben von Neuem.

Nach 4 anstrengenden Tagen intensiver Wohnungssuche, unzähligen Telefonanrufen, vielen Besichtigungen konnte ich nun vorige Woche Freitag endlich die für mich ideale Wohnung beziehen: Nur 3min vom Strand weg an einem schönen kleinen Platz mit Kirche inmitten des Viertels Gros gelegen. Von hier kann man alles was man zum Leben braucht, wie Bäckereien, Obstläden, Geschäfte für Lebensmittel, nette Bars zum Frühstücken, und Pubs zum Fortgehen in max. 3min bequem zu Fuß erreichen.



Küche und Wohnzimmer, und meine Habitación.



Blick aus meinem Fenster - direkt auf die Kirche vorm Plaza de Cataluña.


In der Wohnung wohne ich mit einem sehr netten Pärchen, einem Spanier und einer Französin zusammen, Txema, der Spanier ist begeistereter Surfer mit eigenem Surfbrett und "Bäumchen" am Balkon ;-).



Virginie ist begeisterte Läuferin so wie ich, und so sind wir vergangenen Sonntag mal eine kleine Runde gelaufen, zuerst die Strandpromenade entlang und rauf auf den Monte Igeldo, wo die Christusstatue steht.







Ruderregatta
Am Sonntag war Ausnahmezustand in San Sebastian: Es fand der 1. Durchgang der alljährlichen Ruderregatta statt, bei der sogar das Fernsehen mit eigenem Kamara-Heli eine Liveübertragung im baskischen Fernsehen schaltete.
Es traten immer 4 Teams aus benachbarten Orten und unterschiedlicher Farbe gegeneinander an, dabei mussten die Teams eine gewisse Strecke aufs offene Meer hinausrudern und wieder zurück. Das schnellste Team schaffte das in unter 20 min.



Das ganze Spektakel begann um 12:00 mittags und dauerte nicht mal 1 Stunde, danach wurde im Altstadtviertel Parte Vieja bis in den frühen Morgengrauen in den unzähligen Bars bei Pintxos (die baskische Art der Tappas) und Caña (Bier vom Fass) gefeiert.

Diesen Sonntag findet der 2. Durchgang statt.


Ein paar Eindrücke der Stadt
Abschließend kann ich sagen, dass San Sebastian wirklich eine wunderschöne Stadt ist. Das Ambiente hier ist überwältigend.