Montag, 22. Dezember 2008

Bilbao - Santo Tomás


Hallo Leute!


Ich habe mich nochmal dazu durchgerungen einen Beitrag in
diesem Blog zu schreiben, um die letzten Monate Revue passieren zu
lassen. Seit meinem letzten Beitrag ist so einiges passiert. Ich werde meine Erlebnisse in einigen Einträgen erzählen.

Bilbao

Anfang November sind da Steve und ich nach Bilbao gefahren um sich dort die Stadt ein wenig anzuschauen. Immerhin ist Bilbao mit 350.000 Einwohner die größte Stadt des Baskenlandes und gleichzeitig wichtige Industrie- und Hafenmetropole. Außerdem beherbergt es mit dem Guggenheimmuseum ein Museum für moderne und zeitgenössiche Kunst von absolutem Weltruf.
Nicht fehlen durfte dabei aber eine Leihgabe des Kunsthistorischen Museum Wien dessen Exponate immerhin ein Viertel der gesamten Ausstellung gewidmet war. Für mich waren das die interressantesten Werke - mit den restlichen Exponaten zeitgenössischen Kunst konnte ich jedenfalls nicht wirklich viel anfangen... der Übergang zwischen echter Kunst und schlichtem Wahnsinn war eher fließend ;-)


Ja so hab ichs gern ;-) - Kaffee darf natürlich auch nicht feheln - die kosten hier verglichen mit Österreich fast nichts ;-)














Beeindruckend war vor allem auch die ungewöhnliche Architektur des Museumsgebäudes an sich. Sie weist nämlich keine geraden Flächen auf, mit seiner verschlungen und gewölbten Metall-Fassade ist die äußere Erscheinung nicht eindeutig, und bereitet den Besucher schon darauf vor was ihn im Inneren erwartet. Auch nett ist ein riesen Blumengeflecht in Form eines Hundes vorm Eingang ;-) Leider waren alle Blumen zum Zeitpunkt der Aufnahme schon verblüht...



Eines der Exponate: Riesige Blech-Spiralen mit sich verengendem und wieder aufweitendem Spalt. Der geneigte Besucher konnte da durch spazieren und sich über einen Kopfhörer die Gedanken des dazugehörigen Künstlers anhören -- tw. sehr, sehr amüsant ;-)

Feria de Santo Tomas


Kurz bevor ich für ein paar Tage nach Österreich zurückgekehrt bin, hat sich
nach ca. 9-wöchiger Regenzeit am Sontag den 21. Dezember der Wettergott
doch noch mal von seiner gnädigen Seite gezeigt und uns pünktlich zum Fest
des Santo Tomás ein herrliches Wetter beschert. Zur Feria de Santo
Tomás kommen Alt und Jung, oft in typischer baskischer Tracht
gekleidet, in die Altstadt um dort bei chorizo (=Würstel) und Sidra
(=Most) zu feiern. Die ursprüngliche Idee dieser Feria war es das die
Bauern vom Land in Stadt kamen, um dort ihre typischen Waren, wie
Fleich, Käse, Honig, etc. den Menschen in der Stadt anzubieten. Da bei
den Basken Brachtumspflege einen sehr hohen Stellenwert hat, wurde aus
diesem ursprünglichen Markt ein großes (feuchtfröhliches) Fest.
Und zu gewinnen gab's auch was: Eine 315 Kilo schwere Sau! Leider mussten wir schon kurz vor 23 Uhr das Fest (von den unzähligen Würstel und Flaschen Sidra leicht benommen ;-)) wieder verlassen, um unseren Autobus zum Flughafen zu erwischen, so dass wir leider nie erfahren haben wer der glückliche Gewinner war ;-)

Samstag, 22. November 2008

Uni und Pamplona

Hola chicos!

Yo sé, yo sé hace mucho tiempo que he hecho la última entrada en mi blog, pero el manejo del interface es bastante engorosso y exige mucho tiempo, y además no tuve suficiente tiempo...
...pero ese no debe ser una excusa ;-)
Y por eso me propongo hacer más entradas en el futuro, porque el mayor parte de mis estudios aqui en San Sebastián ya está pasado. El tiempo corre increíble rápido.
Navidad se acerca y justo en un mes regresaré por unos días a Austria para celebrar los festivos con mi familía hasta el 31. de diciembre - Nochevieja y Año Nuevo ya celebraré con dos amigos de Austria en Barcelona, a lo que ya me alegro mucho!


Es ist viel Zeit vergangen seit meinem letzten Blogeintrag.
Mittlerweile besuche ich die Uni seit 2 Monaten.
Ich belege 5 Kurse auf der Uni, was eigentlich verdammt viel ist, wenn ich mir ansehe was die meisten "Nicht-Technik" ERASMUS-Studenten machen, da gibts Leute die machen nur einen Sprachkurs an der öffentlichen Uni, während ich in täglicher Regelmäßigkeit meine "Privatuni" besuche.

Ich mache folgende LVAs:
  • Programación y Control de Robots: eine kombinierte Veranstaltung aus Vorlesung und Praktikum über die Grundzüge der Robotik sowie Programmierung eines kleines Industrieroboters im Labor und ein individuelles Praktikum für einen vom Institut selbst gebauten mobilen Roboter - die Praktikas sind sehr zeitaufwendig!
  • Sistemos Informáticos en Tiempo Real: Kurs über Computerarchitektur und Echtzeitsysteme mit Lab Sessions über Multitasking
  • Ingenería del Transporte: reine Theorie-Vorlesung über Grundzüge des Transporttechnik im Automobil und Schienenverkehr
  • Laboratorio CAD/CAM: wie der Name bereits vermuten lässt ein Praktikum über CAD/CAM bestehend aus 2 Praktikas und anschließender Fertigung auf NC-Maschinen
  • Bioinformática: eine Vorlesung über Bioinformatik mit Praktikas - extrem zäh weil sehr viel für mich neues aus der Welt der DNA, Proteinketten, Gene und was weiß der Teufel noch...
Wie bereits gesagt verbringe ich doch relativ viel Zeit auf der Uni, da anders als in Österreich die Anwesenheitszeiten für eine Vorlesung doch erheblich höher sind. Für meinen Kurs über Robotik z.B. der geschätzte 5 ECTS bringen wird, sind 4,5 Stunden Vorlesung pro Woche (entspricht etwa 6 österreichischen SWSt.) + zusätzliche Praktikumszeit vorgesehen.
Aber auch anderes als in Österreich sind die Kurse hier vom Schwierigkeitsgrad her, trotz Privatuni niedriger als in Linz. Die Mechatronik in Linz hat seinen Ruf als sehr anspruchsvolles Studium meiner Meinung nach zu recht verdient - so habe ich dank meiner Vorkenntnisse, trotz Sprachbarriere keine großen Mühen dem Unterricht zu folgen.
Die Betreuung durch das Lehrpersonal ist viel persönlicher als in Österreich - hier ist es üblich das man sich mit Vornahmen anspricht und die Professoren haben auch immer ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Studenten. TECNUN ist eine kleine Universität mit nur ca. 1500 Studenten, so dass der Umgang miteinader fast schon familiär anmutet.

Abseits der Uni unternehme ich am Wochenende auch immer etwas - so bin ich schon ziemlich viel herumgekommen hier im Baskenland, und habe schon die wichtigsten Städte und Orte besuchen können, und so etwas mehr über die baskische Kultur kennengelernt. Anders als im Süden ist nicht nur die Landschaft - das Baskenland wird nicht umsonst der grüne Norden genannt - auch die Menschen sind vom Gemüt her sehr viel ruhiger und weniger extrovertiert.

Ausflug nach Pamplona

Mitte Oktober haben wir einen von der Uni organisierten Ausflug nach Pamplona unternommen, um einerseits die Hauptuniversität, zu der das TECNUN gehört, zu besuchen und andererseits um die Altstadt von Pamplona zu besichtigen. Wir waren 11 ERASMUS-Studenten und unsere Betreuerin vom hiesigen Auslandsbüro



Besuch einiger der Raumlichkeiten der Uni: Hier ist alles sehr nobel und man merkt das es sich um eine Universität des Opus Dei handelt ;-)




Besichtigung der Altstadt, von wo aus alljährlich im August in der Woche des San Fermin Stiere durch die engen Gassen der Altstadt getrieben werden.


In diesem unscheinbaren Parkplatz werden die Stiere eingesperrt bevr sie losgelassen werden.


Wer ist hier ein "Torro loco" ?!




Impressionen vom Stiertreiben

Das wars vorerst...

Die restlichen Geschichten kommen demnächst, wie heißts im Film:

Se Continuará...

Samstag, 11. Oktober 2008

Ausflüge

¡Hola a todos!

Wird Zeit dass ich mich mal wieder melde, in der Zwischenzeit ist einiges passiert:

Davon abgesehen, dass vor 3 Wochen die Uni ihre (heiligen) Pforten geöffnet hat, und ich jetzt jeden Tag fleissig (más o menos ;-)) meine Vorlesungen und Praktika besuche und spanisch lerne, habe ich auch noch einige Ausflüge gemacht.

Monte Urgull

Der 135m hohe Monte Urgull ist der mittlere der 3 "Berge" hier in San Sebastián. Oben thront eine Christusstatue die wohl nach dem Vorbild Rio de Janeiros errichtet wurde. Darunter befindet sich die Burg von la Mota, die mit ihren Verdeitigungsanlagen im Mittelalter ein wichtiges Bollwerk gegen feindliche Seemächte war und heute ein sehr interessantes historisches Museum beherbergt, in dem man einiges über die Geschichte der Stadt erfährtWie man sieht ist der Aufstieg nicht besonders beschwerlich, Tourenausrüstung ist auch keine notwendig ;-)






Weit und Breit keine Feinde in Sicht, ein paar seltsam gekleidete Leute.



Monte Igeldo




Thomas, Steve und ich am Monte Igeldo vor einem herrlichen Panorama mit der Bucht "La Concha" im Hintergrund

Freitag, 19. September 2008

Filmfestival

Hola chicos!
Gestern wurde das 56. Internationale Film Festival von San Sebastián eröffnet (http://www.sansebastianfestival.com/in/index.php) eröffnet. Hauptschauplatz ist der Kursaal, ein großes Veranstaltungsgebäude nur 300 m von meiner Wohnung entfernt. Das Festival dauert die ganze Woche und man kann jeden Tag viele Premieren v.a. spanischsprachiger Filme in ausgewählten Kinos in der ganzen Stadt sehen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und werde mir am Sonntag mit einigen Freunden den Film "La Vida Loca" (Das verückte Leben ;-)) ansehen.



Großer Star der Veranstaltung ist neben zahlreichen Schauspielern und Regiseuren aus Spanien und Lateinamerika, aber auch aus den USA, Antonio Banderas. Eröffnungsfilm war "The Other Man" mit Antonio Banderas und Liam Neeson.

Kursaal mit Schaulustigen, kurz vor der Eröffnung der Awards


Da sich das Spektakel ja praktisch vor meiner Haustüre abspielt, musste ich natürlich auch mal hingehen und mich in die kreischende Menschenmasse stürzen um mir das ganze Treiben aus der Nähe anzusehen.
Ich hatte Glück nach nur 1/2 Stunde und einigen für mich unbekannten Stars und Sternchen konnte ich ein Foto vom Hauptprotagonisten, Antonio Banderas erhaschen.

Antonio Banderas mit Begleitung am roten Teppich vor der Donostia Award Ceremony

Durch das Filmfestival ist hier in der Stadt momentan die Hölle los - viele Stars und noch viel mehr Schaulustige belagern die Umgebung um das Kursaalgebäude. Natürlich wird das ganze auch im Fernsehen live übertragen *gg* - dementsprschend viele Kamarateams und Livereporter sind auch unterwegs.


Mittwoch, 10. September 2008

Wohnung

Nach längerer Zeit melde ich mal wieder - diesmal aus meiner Wohnung.

Die letzten Tage hatte ich immer viel zu tun: Am Vormittag Intensivsprachkurs, am Nachmittag Surfkurs und am Abend manchmal salir a fiesta. Und wenn dazwischen noch Zeit blieb auch ein wenig spanische Grammatik und Vokabeln lernen.

Wohnungssuche auf spanisch:
Normalerweise hängen an der Uni überall Flugblätter auf denen oft nicht mehr geschrieben steht als:
Das bedeutet dann soviel wie:
Zimmer in einer WG zu vermieten, 2 Bäder, Wohnzimmer, Küche, Heizung, WLAN. 1/2 min zum Strand. 350€ mit Nebenkosten.

Wenn man dann dort anruft um zu erfragen, ob die WG noch frei ist (das ganze natürlich auf spanisch - englisch können hier nur Wenige), bekommt man meist eine Antwort, wo man als Sprachanfänger keine Chance hat auch nur irgendwas zu verstehen. Nach längerem hartnäckigem Nachfragen und mit etwas Übung kann man dann oftmals doch irgendwie die Worte: El piso ya está ocupado aus dem Geschwafel rausfiltern, was soviel bedeutet wie: Die WG ist bereits voll. Und dann beginnte die Suche eben von Neuem.

Nach 4 anstrengenden Tagen intensiver Wohnungssuche, unzähligen Telefonanrufen, vielen Besichtigungen konnte ich nun vorige Woche Freitag endlich die für mich ideale Wohnung beziehen: Nur 3min vom Strand weg an einem schönen kleinen Platz mit Kirche inmitten des Viertels Gros gelegen. Von hier kann man alles was man zum Leben braucht, wie Bäckereien, Obstläden, Geschäfte für Lebensmittel, nette Bars zum Frühstücken, und Pubs zum Fortgehen in max. 3min bequem zu Fuß erreichen.



Küche und Wohnzimmer, und meine Habitación.



Blick aus meinem Fenster - direkt auf die Kirche vorm Plaza de Cataluña.


In der Wohnung wohne ich mit einem sehr netten Pärchen, einem Spanier und einer Französin zusammen, Txema, der Spanier ist begeistereter Surfer mit eigenem Surfbrett und "Bäumchen" am Balkon ;-).



Virginie ist begeisterte Läuferin so wie ich, und so sind wir vergangenen Sonntag mal eine kleine Runde gelaufen, zuerst die Strandpromenade entlang und rauf auf den Monte Igeldo, wo die Christusstatue steht.







Ruderregatta
Am Sonntag war Ausnahmezustand in San Sebastian: Es fand der 1. Durchgang der alljährlichen Ruderregatta statt, bei der sogar das Fernsehen mit eigenem Kamara-Heli eine Liveübertragung im baskischen Fernsehen schaltete.
Es traten immer 4 Teams aus benachbarten Orten und unterschiedlicher Farbe gegeneinander an, dabei mussten die Teams eine gewisse Strecke aufs offene Meer hinausrudern und wieder zurück. Das schnellste Team schaffte das in unter 20 min.



Das ganze Spektakel begann um 12:00 mittags und dauerte nicht mal 1 Stunde, danach wurde im Altstadtviertel Parte Vieja bis in den frühen Morgengrauen in den unzähligen Bars bei Pintxos (die baskische Art der Tappas) und Caña (Bier vom Fass) gefeiert.

Diesen Sonntag findet der 2. Durchgang statt.


Ein paar Eindrücke der Stadt
Abschließend kann ich sagen, dass San Sebastian wirklich eine wunderschöne Stadt ist. Das Ambiente hier ist überwältigend.


Sonntag, 31. August 2008

Ankunft und erste Tage in San Sebastián

So, mittlerweile bin ich gut in San Sebastián angekommen und hab' mich die letzten Tage schon ziemlich gut hier eingelebt. Leider fehlt mir momentan ein wenig die Zeit um Einträge zu schreiben.

Die Anreise verlief problemlos: Nach 9-stündiger Fahrt sind wir in Fontenay-Tresigny, einem verschlafenem Ort südöstlich von Paris angekommen. Dort haben wir die Nacht in einem Hotel übernachtet.


Am nächsten Tag gings dann weiter über Orleans und Bordeaux eine endlose lange Autobahn runter in Richtung spanische Grenze, wo wir am Donnertsag Abend völlig geschlaucht in Olga's Place, unserem Hostal bis Mittwoch eingechecket haben.



Blick vom Balkon unseres Hostals: 100m weiter ist der Surferstrand La Zuriolla wo fürs Wellenreiten meistens perfekte Verhältnisse herrschen.


Hier im Hostal haben wir dann auch gleich 3 weitere österreichische Mitstreiter kennengelernt, die ebenfalls hier ein ERASMUS-Jahr verbringen. Das ist eigentlich totaler Zufall, denn normalerweise wohnen in unserem Hostal ein Haufen Ausis, Engländer und Amerikaner die hier entweder ihren Urlaub verbringen oder einen längeren Trip um die ganze Welt machen.

Als Europäer ist man hier schon in der Minderheit ;-) Jedenfalls ist hier alles sehr international und man kommt mit jedem eigentlich ganz leicht ins Gespräch.

Am Samstag haben wir mit Einigen von denen ein bischen am Strand gefeiert. Danach gings dann noch ins Parte Vieja, dem Altstadtviertel von San Sebastián. Da war dann die Hölle los: In den engen Gassen steht eine kleine kleine Bar nach der Anderen.

Die letzten Tage haben wir dann mal die Stadt ein wenig erkundet. Eigentlich ist die Stadt gar nicht so groß, sodass man alles zu Fuß erreichen kann.


Hier ein Bild vom Surferstrand:










Werde die nächsten Tage mal was über die Wohnungssuche schreiben - ist nämlich ziemlich lustig ;-)


¡Hasta luego!

Mario